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Skikönig Gustav Thöni

Weltmeister und Olympiasieger

Profil:

Name: Gustav Thöni
Geburtsort: Trafoi am Stilfserjoch
Geburtsdatum: 28.02.1951
Familienstand: verheiratet mit Ingrid Pfaundler
Kinder: 3 Töchter: Petra Maria Thöni, Susanne Thöni und Anna Thöni
Nationalität: Südtiroler / Italien

Ski-Karriere: Gustav Thöni wurde in den frühen 1970er Jahren zum großen Idol der italienischen aber auch internationalen Skisportfans. Der schüchterne junge Mann aus Trafoi prägte mit seiner überragenden Technik den alpinen Skisport mehrere Jahre hindurch. Der Südtiroler gewann insgesamt 4 X die Gesamtwertung des Weltcups und wurde in seiner besten Zeit auch Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister in den verschiedenen Disziplinen. Nach der Beendigung seiner Karriere als aktiver Athlet, blieb er dem Skisport als Trainer verbunden. In den 1990er Jahren wurde er als persönlicher Coach von Alberto Tomba auch mehrere Saisonen mitverantwortlich für dessen große Erfolge.


Ein Leben für den Skisport

Gustav Thöni - Vita im Detail

Der Junge Thöni

Gustav Thöni, kam in einem strengen Winter bei einer effektiven Schneehöhe von 7 Metern im Bergdorf Trafoi in Südtirol am 28. Februar 1951 auf die Welt. Bereits als dreijähriger Bub, begann Gustav auf dem Kirchenhang direkt vor dem Hotel zur Schönen Aussicht / Bella Vista, mit dem Skifahren. Sein Vater Georg Thöni, ein „Typ halb Fürst Orsini, halb Luis Trenker, italienischer Jugendmeister, Faschistenchampion“ wie ihn die österreichische Zeitschrift Ski-Welt charakterisierte, hatte selbst eine Karriere als Skiläufer angestrebt, welche aber er aber wegen des Krieges abbrechen musste. Daher widmete er sich persönlich der Karriere seines talentierten Sohnes und hegte den Wunsch: „Versäumtes durch seinen Sohn nachholen zu lassen.“ Vater Thöni betrieb auf dem Stilfserjoch einen Skilift, wo sein Sohn Gustav und auch sein Cousin Roland Thöni im Sommer Skifahren konnten, und die verschiedenen Nationalmannschaften beim Training beobachten und nacheifern konnten. Für die effektive Betreuung der beiden jungen Thönis, zeichnete der Vater von Gustav, Georg Thöni verantwortlich, er hat die beiden aufgebaut, bis sie schließlich in die Nationalmannschaft aufgenommen wurden.

Erste internationale Erfolge

Gustav Thöni wurde erst relativ spät, d.h. im Alter von 17 Jahren in die italienische Nationalmannschaft aufgenommen, er fand aber im neuen Cheftrainer, dem Franzosen Jan Vuarnet einen großen Förderer. Im Frühjahr 1969, beim Nationencup in Val d’Isere hatte er seinen ersten internationalen Einsatz: in zwei Riesenslaloms besiegte der unbekannte 18-Jährige die gesamte versammelte Weltelite. Die Schlagzeilen waren eindeutig: „Außenseiter bezwang Weltklasse“(SZ), „Ski-Elite muss nach Thoenies Tönen tanzen“ (BILD),“ Thöni überragend – Wird er ein zweiter Killy?“ (Welt) Erstmals hatte sich die Arbeit seines Vaters bezahlt gemacht. In kürzester Zeit revolutionierte der 1,72 m große und 65 kg schwere Südtiroler mit seiner Umsteigetechnik, mit der er die Torkombinationen extrem hoch anfahren konnte, den Fahrstil der Weltklasse und leitete eine neue Ära ein. „Dieser Junge ist ein Geschenk Gottes, das ist der Mann der Zukunft“, war Coach Vuarnet begeistert.

WM in Gröden 1970

Zur ersten Bewährungsprobe für Italiens neuen Skistar wurde die Heim-WM 1970 in Gröden. Aufgrund der großartigen Ergebnisse im Vorfeld der Titelkämpfe wurde der junge Thöni von den fanatischen Tifosi bereits zum Weltmeister hochgejubelt, er brach dann aber unter dem Druck des Lokalmatadors und großen Favoriten zusammen: Im Riesenslalom, wo er bereits drei Saisons-Rennen gewonnen hatte, schied er bereits beim dritten Tor aus, und im Slalom wurde er zwar Vierter, blieb damit aber ohne Medaille, was ihm von vielen seiner Fans nicht verziehen wurde. Trotz aller Enttäuschung gewann Gustav Thöni diesen WM-Niederlagen Positives ab: er sagte, es war „das Beste, was mir für meine weitere Skilaufbahn passieren konnte“, denn im Weltcup konnte der junge Wilde weitere wichtige Erfahrungen sammeln und holte er sich den Sieg in der Riesenslalom-Spezialwertung und wurde im Gesamtklassement Dritter – nur acht Zähler hinter Sieger Karl Schranz. Ein Jahr später gewinnt Gustav Thöni seinen ersten Gesamt-Weltcup.

Der Erfolgswinter 1971/72

Im folgenden Winter lies der 20-Jährige seine Konkurrenten klar hinter sich: er gewann 1970/71 neuerlich vier Rennen, erreichte zahlreiche weitere Spitzenplätze und stand im amerikanischen Sugar Loaf sogar erstmals in einer Abfahrt auf dem Siegespodest. Damit kündigte er an, dass er in Zukunft auch als Kombinierer zu beachten sein würde. Dies zeigte sich bereits im Olympiawinter 1971/72: in Japan bei den Olympischen Spielen in Sapporo, dort wurde der Südtiroler seiner Favoritenstellung gerecht: er gewann Gold im Riesenslalom und holte sich Silber im Slalom, gleich dahinter holte sich sein Cousin Roland Thöni Bronze, Gold ging an den Überraschungssieger Francisco Fernandez-Ochoa aus Spanien. Eine weitere Goldmedaille – wenn auch nur im Rahmen der WM-Wertung – gab es für den Supertechniker aus Trafoi in der alpinen Dreier-Kombination. In diesem Winter gewann er auch seinen zweiten Gesamt-Weltcup.

Hattrick im Gesamt-Weltcup 1972/73

Im Winter 1972/73 gelingt Gustav Thöni sogar der Hattrick im Gesamt-Weltcup: dank seiner zwei Slalomsiege in St. Anton und Quebec, mit denen er auch den Grundstein für den Sieg in der Spezialwertung legte, konnte er den Österreicher David Zwilling in einem bis zuletzt spannenden Duell knapp distanzieren. Im folgenden Winter 1974, erwuchs dem 22-Jährigen Thöni völlig überraschend Konkurrenz im eignen Lager: Piero Gross verwies Gustav im Gesamtweltcup auf Rang zwei.

Hauptakteur der „Valanga Azzurra“

Die Glanzzeit des italienischen Skisports. Zwischen 1971 und 1975 fuhren die „Azzurri“, allen davon. An der Spitze dieser Mannschaft war Gustav Thöni, seine Erfolge beflügelten die gesamte italienische Skimannschaft. Die interne Rivalität tat den Athleten sehr gut, so entwickelte sich die Mannschaft in dieser Zeit zum erfolgreichsten Skiteam der Welt. Spektakulär war der Skiweltcup in Berchtesgaden im Jahre 1973: Die ersten fünf Plätze wurden von den italienischen Skirennläufern Piero Gros, Gustav Thöni, Erwin Stricker, Helmut Schmalzl und Tino Pietrogiovanna belegt. Alles Italiener auf dem Siegertreppchen, eine Sensation! Von da an betitelte die Presse diese Ära mit „Valanga Azzurra“ (Die blaue Lawine).

Zweifacher Weltmeister in St. Moritz 1974

Bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz, war Gustav Thöni der Fahnenträger der italienischen Nationalmannschaft, was in der damals politisch angespannten Zeit zwischen Südtirol und Italien als symbolträchtig angesehen werden kann. Gustav Thöni gewann gleich zwei Mal: im Riesenslalom und im Slalom. Beeindruckend war dabei vor allem seine Vorstellung im Flaggenwald des 2. Durchgangs beim Slalom: im ersten Durchlauf war Gustav Thöni nur auf Platz 8, aber im zweiten Durchgang gelang ihm ein „Jahrhundertlauf“ mit welchem der direkt auf den ersten Platz auf das Podest fuhr. Alle Medien waren sich einig, das war „der sagenhafteste Slalom-Run, den je ein Mensch bis dahin geboten hatte“. Die Gazzetten waren voll mit Lobeshymen: „Thöni mondiale strepitoso“ – titelte auf der 1 Seige die sonst so fußballfanatische Gazzettal dello Sport. „Miracolo azzurro“ oder „Il doppio oro di Gustavo“.

Parallel-Slalom in Gröden: 4 Gesamtweltcup-Sieger

Große Skigeschichte hat Gustav Thöni auch in der Saison 1974/1975 geschrieben. Das Finale hätte damals nicht packender sein können: Vor dem abschließenden und alles entscheidenden Parallelslalom lagen nämlich drei Läufer punktegleich an der Spitze: Franz Klammer als der überragende Abfahrer der Saison, Ingemar Stenmark als junger aufstrebender Superstar. Im Parallel-Slalom hatte der Abfahrer Franz Klammer keine Chance. Das große Finale zwischen Stenmark und Thöni wurde zum Showdown: vor 40.000 begeisterten Fans, siegte Gustav Thöni seinen 4. Gesamtweltpokal. Thönis Gesamtsieg war verdient, denn er hatte sich im Verlauf des Winters mit Siegen in allen drei Kombinationen (Wengen, Kitzbühel, Megeve/Chamonix) als der kompletteste Fahrer erwiesen. Für besondere Schlagzeilen hatte er vor allem mit seinem zweiten Platz bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel gesorgt, als er inoffiziell nur drei Tausendstel hinter Franz Klammer lag.

1976: Olympiade in Innsbruck

Der Olympiawinter 1975/76 wurde die letzte große Saison für Gustav Thöni, der danach immer mehr im Schatten von Stenmark stand. Im Weltcup gewann er nur zwei Rennen und war schon bald klar hinter dem Schweden: letztlich wurde er Gesamtdritter im Weltcup. Er hatte sich in diesem Winter auf den Saisons Höhepunkt die Olympiade in Innsbruck konzentriert. Beim Riesenslalom führte der 24-jährige nach dem ersten Durchgang klar, aber nach einer verkorksten Fahrt im zweiten Durchgang, wurde er ein Opfer seiner Nerven und belegte schließlich nur Rang vier. Wenige Tage später zeigte er sich gut erholt wieder auf der Slalompiste, und holte sich hinter seinem Landsmann Piero Gross die Silber-Medaille. Außerdem sicherte er sich den neuerlichen Sieg in der WM-Kombination, allerdings hatte er sein Ziel, ein zweites Mal Olympiagold zu gewinnen, verpasst.

Eine große aktive Laufbahn geht zu Ende

In den folgenden Saisonen blieb Gustav Thöni erstmals seit 1969 ohne einen Rennsieg im Weltcup. Er gewann zwar die Kombination von Kitzbühel, aber die Gesamtwertung im Weltcup gewann der überragende Ingemar Stenmark. 1977/1978 suchte er praktisch während der gesamten Saison seine Form. Im Winter danach, stand Gustav Thöni im Weltcup-Slalom von Are noch einmal auf dem Stockerl – es sollte das letzte Mal sein. Dieses Ergebnis bestärkte ihn die bevorstehende Olympiasaison in Lake Placid (1980) nochmals zu bestreiten: dort wurde er bei seinen dritten Olympischen Spielen immerhin noch einmal Achter. Noch im gleichen Jahr beendete der Südtiroler seine Laufbahn als aktiver Athlet.

Der Erfolgstrainer von Alberto Tomba und Sportler des Jahrhunderts

Nachdem sich Gustav Thöni eine Zeit lang aus dem Skisport zurückgezogen hatte, um sich persönlichen Dingen zu widmen, kehre er als Nachwuchscoach des italienischen Skiverbandes in den Skizirkus zurück. 1989 wurde er dann persönlicher Trainer von Alberto Tomba, und das erfolgreiche Duo, fuhr bis 1996 eine Vielzahl von großen Erfolgen heraus: sie haben praktisch alles gewonnen, was es im Alpinen Skisport zu gewinnen gibt. Die Arbeit des Ex-Rennläufers wurde allseits beachtet, und so verpflichtete der italienische Verband Gustav Thöni 1996 als Cheftrainer des Herrenteams. 1999 wurde er aber – wie auch alle Sparten-Trainer – Opfer der finanziellen Schwierigkeiten des Verbandes und viel den Sparmaßnahmen zum Opfer.

Im Jahre 2000 wird er von den Lesern der Tageszeitung der Dolomiten zum Südtiroler Sportler des Jahrhunderts gewählt.

Film-Schauspieler, erfolgreicher Hotelier und Familienmensch

Die riesige Popularität hatten Gustav Thöni in Italien zum „National-Helden“ auferstehen lassen, daher wurden Thöni nach der Beendigung seiner sportlichen Laufbahn, einige neue Rollen „aufgedrängt“, in welchen er sich offensichtlich nicht in seinem Element fühlte: so hat eine Film-Produktionsfirma mit ihm 2 Filme gedreht: „Der Abfahrer“ und „Für eine hundertstel Sekunde“, diese Filme sorgten allerdings nicht für große Schlagzeilen. Auch sollte Gustav Thöni mitsamt seiner Familie nach Mailand ziehen, wo er und seine Frau Ingrid bei einer Fernseh-Show hätten regelmäßig auftreten sollen, er schlug aus. Auch einem lukrativen Angebot aus dem amerikanischen Profizirkus leistete er nicht folge. Das Show-Geschäft entsprach nicht dem bescheidenen Naturell des Ex-Rennläufers: er bevorzugte es in seinen geliebten Bergen in Trafoi in Südtirol zu bleiben und das Hotel seiner Familie aufzubauen. Im angesehenen Hotel Bella Vista - Trafoi, das auch sein Geburtshaus ist, betreut er gemeinsam mit Ehefrau Ingrid Gäste aus aller Welt. Seine älteste Tochter Petra Maria führt das Hotel, die zweite Tochter Susanne unterrichtet in der Hotelfachschule und die jüngste Tochter Anna, macht das Marketing für ein bekanntes Südtiroler Stadt-Hotel.Gustav Thöni ist heute Großvater von acht Enkelkindern, mit denen er auch heute noch gerne auf die Skipiste geht. In seiner Freizeit ist der naturverbundene Südtiroler häufig in den Bergen seiner Heimat unterwegs.

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